Autor: Martin Albisetti

FAMILIENSTELLEN

ME, MYSELF AND …


Wer bin ich? Was will ich wirklich? Was blockiert mich? Wie befreie ich mich aus meinen Verhaltensmustern? Weshalb bin ich in diese Familie hineingeboren und bin in meiner Rolle gefangen? Wie komme ich in meine Ich-Kraft, in meine Eigenmacht?

Wenn das Fragen von Dir sind, dann wirst Du in dieser Arbeit eine Menge Aha-Erlebnisse haben, die Dich verändern und zum gründlichen Umlernen bewegen!  Du wirst die  Ursachen vieler Deiner Verhaltensmuster,  Denkmuster, Beziehungsmuster und Blockaden finden. Du wirst Deine Familie spielerisch und doch ganz ernst durchleuchten und die Verstrickungen erkennen und wissen, wie Du sie lösen kannst. Mach Dich auf einen gewaltigen Ruck in Deinen bisherigen Familienbanden gefasst!  Du erlangst Ordnung, Klarheit, Verständnis und kommst in Deine Kraft.


LERNZIEL

  • Du weisst, wie/wo Du Dich optimal in Deinem Familien-System positionierst
  • Du weisst, wie Du die bisher in Familienmustern gebundene Kräfte für Dich nutzen kannst
  • Du weisst, wie Du Ordnung und Freiheit schaffst
  • Du weisst, was Du alles tun kannst/musst, um Dein Talent zu leben und Dein Anliegen einzufordern

Du bringst enorm viel Ordnung und Klarheit in Dein Leben und würdigst Deine Familieneinflüsse.
Du erkennst Deine Verantwortung und die der anderen. Du weisst, was Dich ausmacht und was Du tun musst, um ganz Du selbst zu sein und aus Deiner eigenen inneren Kraft zu schöpfen.


VORAUSSETZUNG

  • Die «Landkarte» vom Talent-Modul I von re:format ist notwendig, denn Dein Talent ist Deine Orientierung.
  • Ein Interesse an den unsichtbaren Zusammenhängen und Gesetzen des Menschseins. Rein rationale oder materialistisch denkende Menschen würden sich in dieser Arbeit nicht wohlfühlen.
  • Eine Bereitschaft, «in die Tiefe» zu gehen und Intensität auszuhalten – Mut, ganz persönlich und ehrlich zu sein.


MITBRINGEN

Für Einzelsitzungen brauchst Du Papier oder Notizheft. Für Online-Kurse zusätzlich einen Computer
oder ein Smartphone mit Internetverbindung und das Software-Programm Zoom.


ORT / DAUER / KURSDATEN

Die erste Begegnung für das Familienstellen findet physisch in Biel an der Gurzelenstrasse 5 statt und dauert zirka 4,5 Stunden.
Danach, für die Analyse, folgen etwa 14 Begegnungen à 2 Stunden digital per Zoom oder vor Ort. 
Du kannst den Prozess nach Bedarf abkürzen oder verlängern.
Termine nach gemeinsamer Absprache.

Kursleitung: Bettina Gollwitzer


KOSTEN

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GEFÜHL

AHA, DAZU IST FÜHLEN GUT!

Du hast viel Drama in Deinem Leben? Oder Gefühle sind für Dich überflüssig und lästig? Oder Du fühlst Dich dumpf, blockiert und Du fühlst gar nichts? Immer wieder triggert Dich etwas, Gedanken quälen Dich? Du regst Dich über Menschen und Situationen auf, hast Konflikte? Oder Du hast alle Gefühle im Griff und bist doch nicht happy?


Dieser Kurs wird Dein Leben verändern. Er wird enorm viel klären. Du wirst erkennen, was Du nie gelernt hast: Gefühle fühlen, kurz und effizient, ihrem Zweck entsprechend. Du wirst hinter Deine Konflikte blicken lernen und das wird Deine Sicht auf Dich, die Mitmenschen und Welt verändern. Du erlangst mehr Ordnung, Klarheit, Verständnis, Gelassenheit.




LERNZIEL

  • Du kennst  die Definition von «Gefühl», «Emotion», «Trigger» und «Projektion».
  • Du weisst, was Deine Trigger für Drama, Blockaden, Konflikte, kreisende Gedanken sind, weisst, wie Du den Auslöser findest und wie Du die Führung übernimmst, um aus dem Muster auszusteigen.
  • Du weisst wie Fühlen wirklich geht und was der Zweck und Nutzen von Gefühlen ist.

Du weisst, dass und wie Du Gefühle in Dein Menschsein integrierst. Du bringst Ordnung und Klarheit in Dein Fühlen und Denken. Du weisst jetzt, was «Gefühlshaushalt» ist. Du wirst bewusster, klarer, achtsamer, aufmerksamer, verantwortungsvoller und hilfst damit auch anderen.


VORAUSSETZUNG

  • Bereitschaft, Gefühle zu fühlen.
  • Bereitschaft, die Ursachen bei Dir selber zu finden und anzupacken.
  • Bereitschaft, in die Tiefe zu gehen, ganz persönlich und ehrlich zu sein.
  • Die «Landkarte» vom Talent-Modul I von re:format ist keine Voraussetzung, doch wenn Du Dein Talent kennst, kannst Du Dich daran orientieren und ausrichten.


MITBRINGEN

Für Einzelsitzungen brauchst Du Papier oder ein Notizheft. Für Online-Kurse zusätzlich einen Computer
oder ein Smartphone mit Internetverbindung und das Software-Programm Zoom.


ORT / DAUER / KURSDATEN

Der Kurs dauert 8 Begegnungen à 2 Stunden. Physisch in Biel an der Gurzelenstrasse 5 oder online via Zoom.

Klasse

Alle zwei Wochen, jeweils 
13:30 – 15:30 oder 15:30 – 17:30 Uhr.
Andere Tage und Uhrzeiten sind möglich. Der Kurs kann als Klasse oder einzeln fortgesetzt und vertieft werden. 

Einzeln

Individuelle Termine, Dauer und Abstände zwischen den Begegnungen.


KOSTEN

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VERZEIHEN

FRIEDEN, FREUDE, EIERKUCHEN?

Du hast einen unlösbaren Konflikt mit einem Menschen und Du willst endlich Frieden haben? Verzeihen kannst und willst Du nicht? Musst Du auch nicht, jedenfalls nicht so, wie Du denkst. Aber Du kannst für Dich alles klären und die gebundene Energie befreien.

Dieser Eigenprozess wird Dein Leben verändern. Er wird viel aufwühlen und viel klären und ordnen. Du wirst deine Gefühle und Emotionen aufräumen. Deine Sicht auf Dich und Deinen «Konflikt-Menschen» wird sich wandeln. Der Prozess führt nur im Ausnahmefall zu Versöhnung und Wiedervereinigung oder zu «ewiger» Harmonie. Doch selbst wenn Du am Schluss nicht verzeihen kannst, hast Du doch viel gewonnen!




LERNZIEL

  • Der Konflikt ist geklärt, alles ist klar
  • Du hast Dich intensiv mit allen «Zutaten» zum Verzeihen beschäftigt, hast begriffen, aufgeräumt
  • Du hast die «Technik» des Fühlens und des Zuhörens gelernt
  • Du hast eine Anleitung bekommen, auch zukünftige Konflikte zu klären (oder gar nicht mehr entstehen zu lassen)

Du bringst Ordnung und Klarheit in Dein Leben. Du verlässt die Bahn des eingefahrenen Konflikts. Der Konflikt stört oder verhindert nicht mehr (unbewusst) Dein Wohlbefinden. Du gewinnst verlorene Energie zurück, wirst klarer, freier, mutiger, verantwortungsbewusster!


VORAUSSETZUNG

  • Bereitschaft, den Konflikt bei der Wurzel zu packen, in die Tiefe zu gehen
  • Bereitschaft, ganz persönlich und ehrlich zu sein
  • Bereitschaft, zu schreiben (Schriftliche Arbeit, auch mit Diktierfunktion möglich)
  • Die «Landkarte» vom Talent-Modul I von re:format ist keine Voraussetzung, doch wenn Du Dein Talent kennst, kannst Du Dich daran orientieren und ausrichten


MITBRINGEN

Für Einzelsitzungen brauchst Du Papier oder Notizheft. Für Online-Kurse zusätzlich einen Computer
oder ein Smartphone mit Internetverbindung und das Software-Programm Zoom.


ORT / DAUER / KURSDATEN

Der Kurs dauert 8 Begegnungen à 2 Stunden. 
In Biel an der Gurzelenstrasse 5 oder online via Zoom. Letzte Begegnung: in persona in Biel.

Klasse

Alle zwei Wochen, jeweils 
13:30 – 15:30 oder 15:30 – 17:30 Uhr.
Andere Tage und Uhrzeiten sind möglich. Der Kurs kann als Klasse oder einzeln fortgesetzt und vertieft werden. 

Einzeln

Individuelle Termine, Dauer und Abstände zwischen den Begegnungen.


KOSTEN

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LEBENSWEISHEIT

KLUG LEBEN

Für alles im Alltag gibt es einen richtigen oder ungünstigeren Zeitpunkt, eine richtigere oder weniger optimale Weise, etwas zu tun: Wann ein Fest planen, wann ein Projekt starten? Wann ein Beziehungsproblem ansprechen? Wann bitte ich meinen Chef um eine Gehaltserhöhung und welche «energetische» Vorbereitung ist wichtig? Weshalb kann ich gewisse Dinge einfach nicht gut? Was tun bei Müdigkeit, Hautproblemen, Allergien? Welche Menschen und Mittel können mir helfen? Auf was muss ich bei Gartenarbeit, Hausbau, Ernährung, Körperpflege achten?

In diesem «Kurs» geht es um die wichtigsten simplen Lebensweisheiten aller Art – neue und jahrtausendalte. Es geht um den Einfluss der Anziehungskraft des Mondes, der Jahreszeiten, des Geburtszeitpunkts und unserer Emotionen und Ängste auf unser Leben und Handeln.
Was Du statt Psychotherapie, Medikamente oder Chemikalien tun kannst, um vorzubeugen oder zu «reparieren».
Wir klären individuelle Fragen und erstellen auf Dich abgestimmte Pläne.



LERNPUNKTE

  • Mondkalender und Mondeinflusses auf Körper, Geist, Seele, Natur und Beziehungen
  • Einfluss des Geburtszeitpunkts auf das Leben
  • Vorgehensweise für Konflikt-Lösung
  • Pläne für Körper, Natur, Haushalt, Hausbau erstellen (bei Bedarf)

Es ist ganz simpel und klar: Es gibt ein Richtig und ein Falsch respektive ein Ideal und ein Ungünstig. Und es gibt eine eindeutige Grauzone.
Achte auf die simplen Weisheiten des Menschseins und Du bekommst ein Gefühl für die materiellen und energetischen Einflüsse und Grundlagen aller Lebewesen. Du sparst Zeit, Ressourcen und Ärger! Es lohnt sich!


VORAUSSETZUNG

  • Du musst die Bücher «Vom richtigen Zeitpunkt» oder «Moonpower» von Paungger/Poppe besitzen
  • Folgendes Interesse ist nötig:
    • an den Gesamtzusammenhänge des sichtbaren und unsichtbaren und an Einklang mit der Natur
    • an den nicht direkt messbaren Einwirkungen unseres Sonnensystems (Position/Bewegungen Erde und Mond),
    • an den Jahreszeiten und deren unsichtbaren Gesetzmässigkeiten,
    • am Einfluss unseres Geburtsdatums auf unser Wesen.
  • Dieser Kurs/diese Begegnungen ersetzen keine Therapie bei diagnostizierter psychischer Krankheit.


MITBRINGEN

Für Einzelsitzungen brauchst Du Papier oder ein Notizheft. Für Online-Kurse zusätzlich einen Computer oder ein Smartphone mit Internetverbindung und das Software-Programm Zoom.


ORT / DAUER / KURSDATEN

Der Kurs dauert so lange wie Du oder die Gruppe es will, eine Begegnung à jeweils 2 bis 4 Stunden
In Biel an der Gurzelenstrasse 5 oder online via Zoom.
Der Kurs ist als Klasse oder einzeln möglich und kann fortgesetzt und vertieft werden.
Kursdaten und Uhrzeiten nach Absprache

Kursleitung: Bettina Gollwitzer


KOSTEN

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LEBENSMEISTER/IN

FÜHRE DEIN LEBEN!

Was braucht es eigentlich alles, um das Leben zu führen und zu meistern? – Wenn es einen Führerschein für das Leben gäbe, was wäre der Lernstoff für den Fachausweis, das Diplom?

In diesem Kurs erhältst Du den Überblick über den wahren «Lernstoff» des Lebens.
Du lernst die Theorie der wichtigsten Verkehrsregeln kennen, um Deine ureigene «Fahrkunst» entfalten zu können. Achtung: Ein Fachausweis und Diplom ist noch nicht gekonnte Lebensführung! Es geht nicht um Tiefe, sondern es ist ein «Überflug».



LERNZIEL

  • Du kennst die sieben Haupt-Verkehrsregeln des Lebens
  • Du weisst, wo Du schon gut bist und wo Du noch «büffeln» musst
  • Du erhältst einen guten Überblick über wahre herz-gesteuerte Lebensführung und tiefsinniges Menschsein

Du erfährst, was Du über Dich und das Leben wissen musst, und was Du tun kannst, um ganz Du zu sein und nicht ein Bündel aus Lebenslauf, Fachausweisen, Emotionen, Zielen, Familiengenen und ein Rädchen im Dienst von anderen.


VORAUSSETZUNG

  • Die «Landkarte» vom Talent-Modul I. Wenn Du Dein Talent kennst, kannst Du Dich daran orientieren und ausrichten.
  • Eine Bereitschaft, «in die Tiefe» zu gehen – Mut, ganz persönlich und ehrlich zu sein.


MITBRINGEN

Für Einzelsitzungen brauchst Du Papier oder ein Notizheft. Für Online-Kurse zusätzlich einen Computer
oder ein Smartphone mit Internetverbindung und das Software-Programm Zoom.


ORT / DAUER / KURSDATEN

Der Kurs dauert 8 Begegnungen à 2 Stunden.
Für zwei Begegnungen ist physische Präsenz in Biel an der Gurzelenstrasse 5 nötig, die restlichen Kurstage sind auch online via Zoom möglich.

Klasse

Alle zwei Wochen, jeweils 
13:30 – 15:30 oder 15:30 – 17:30 Uhr.
Andere Uhrzeiten sind möglich. Der Kurs kann als Klasse oder einzeln fortgesetzt und vertieft werden. 

Einzeln

Individuelle Termine, Dauer und Abstände zwischen den Begegnungen.


KOSTEN

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LEBEN

Widerstand fördert Kreativität.
Leben verfolgt rastlos eine Absicht.
Mangel macht Experten.


Von Zeit zu Zeit verspüre ich die Lust, Leben in einem anderen Kosmos zu betrachten. Dann lege ich mir einen Tropfen Pfütze unter das Mikroskop und bewundere mit Kinderaugen, wie Einzeller rastlos umher schwimmen. Es sieht aus, als würden sie eine Absicht verfolgen. Stillstand ist keine Option! Die Vorstellung, dass ich selber aus über 100 Milliarden solcher «Einzeller» zusammengesetzt bin und somit als Kollektiv existiere, bringt mich ins Grübeln. 

Alles was lebt, ob Bakterium oder Sonnenblume, Mücke oder Elefant, alle lebenden Wesen, inklusive dir und mir, sind «Entitäten». Das heisst: existierend, seiend, sich organisierend und erhaltend. Der Unterschied zwischen mir und einer Mücke ist grundsätzlich nur die Anzahl Zellen, die damit verbundene Komplexität und welche Informationen aus der Bibliothek des Lebens (DNA) in die Realität übersetzt werden. 

Diese Bibliothek des Lebens teilen wir mit allem was je existiert hat. Wir Menschen haben dieser Bibliothek als letzter Spross gerade eben zwei, drei illustrierte Zeitschriften beigesteuert. Oft wird erzählt, dass wir 95% der DNA mit Menschenaffen teilen. Krasser ist die Tatsache, dass wir über 80% unserer DNA mit einer Hefekultur teilen. Mir wird bewusst, unsere Sonderstellung in der Evolution schmilzt wie die Eiskappen der Arktis…

Zurück zum Einzeller unter meinem Mikroskop. Zwei Worte hallen noch in meinen Ohren: Absicht und rastlos. Meine Erkenntnis: Alle Lebewesen verfolgen rastlos eine Absicht – ohne zu hinterfragen!

Wenn Mikrobiologen im Labor Gen-Sequenzen aufsetzen, wollen sie ergründen, wie sich die Sequenzen von Generation zu Generation weiterentwickeln, oder besser: wie kreativ geht die Sequenz mit dem Erfinden von neuen «Mustern» vor? Das erfüllt sie vor allem dann gut, wenn die Laborantin die UrBestandteile der Biomasse nahezu an ihre Existenz-Grenze drückt. Meine Erkenntnis: erst wenn es ans Lebendige geht, bewegt sich was. Aha!

Auf der Ebene der Zelle unterscheiden sich Pflanzen kaum. Und doch: die Brennnessel und die Kaktus könnten nicht unterschiedlicher sein. Da wo Brennnesseln wachsen, sind Böden arm an Mineralien, der Kaktus fehlt es an Wasser. Beide entnehmen der Bibliothek des Lebens das Wissen, um ihren Mangel zu beheben. So wird die Brennnessel über Jahrtausende Expertin im speichern von Mineralien, der Kaktus Wasserspeicher-Überlebenskünstlerin. Meine Erkenntnis: Lebewesen überwinden ihren Mangel und werden Experten. Das gibt mir eine komplett neue Perspektive… 

Könnte es sein, dass auch du und ich, wir alle Experten sind? Verfolge ich, ohne es zu wissen, unbewusst eine bestimmte Absicht? Rastlos? …und weshalb scheue ich Widerstand wie der Teufel das Weihwasser? Tatsache ist: das Leben handelt vom Handeln! Nicht vom behandelt werden…

KRISE

Ticks sind Warnsignale.
Krisen handeln von Herzensangelegenheiten.
Abwenden provoziert Urvertrauen.


Alles beginnt mit Ticks!

Stell dir einen Oldtimer aus den 50er oder 60er Jahren vor. Einer dieser grossen Limousinen, vorne und hinten eine Bank, keine Sicherheitsgurte, keine Nackenstützen. Jetzt setzt du einen Fünfjährigen ans Steuer dieser Limousine. Sein rechter Fuss erreicht knapp das Gaspedal. Die Gangschaltung zu seiner Rechten bemerkt er nicht, die Anzeige und Armaturen vor ihm findet er amüsant, die blinkenden Warnlämpchen kann er nicht deuten. Ein klarer Blick auf die Strasse ist ihm wegen der langen Motorhaube versagt. Mit Schritttempo ist dieser Fünfjährige unterwegs auf einer Autobahn, auf der er ständig überholt wird. Das irritiert ihn zwar, aber: im grossen und ganzen findet er’s «suuupercool» und ist überzeugt, er habe alles unter Kontrolle.

Im übertragenen Sinn beschreibt das Setting mein unbewusstes Ich. Bis vor etwas mehr als zehn Jahren überliess ich meinen Lebensentwurf meinem Denken, Ratio und
Intellekt. Mein Ego-Zentrum hatte die Handlungsmacht über mich. 

Alles beginnt mit Ticks! Ein Hüsteln hier, ein Zucken da; die Warnsignale am Armaturenbrett des Oldtimers kann und will mein Ego nicht verstehen. Meine Liebste Bettina musste mich drauf aufmerksam machen.

Das Wort Krise stammt aus dem Griechischen und meint Zuspitzung, Entscheidung, Wendung. Die Ticks sind blinkende Warnlämpchen und Vorboten jeder Krise. Obschon erfolgreich als Gestalter, Filmregisseur und Dozent, in Besitz aller möglichen Fähigkeitszeugnisse, die beweisen, dass ich kann, von was ich rede konnten die vorbestimmte Sinnkrise nicht verhindern, nicht abwenden.

Als Geschenk des Himmels (Seba sei dank) stand plötzlich Maya jeden Freitag um 12 Uhr bei uns im Atelier auf der Matte und nahm uns mit auf eine sonderbare Reise namens Hatha-Yoga. Hier begann meine Wiedererweckung. 

Die regelmässige Yogapraxis brachte mich zurück zu mir. Konkreter: ich gab meinem Bewusstsein Raum und Zeit. Dem gedanklichen Nonstop-Flipflop zwischen Vergangenheit und Zukunft nahm ich damit jede Bedeutung. Meinem Fünfjährigen machte ich so freundlich aber bestimmt klar, dass sein Platz auf der Rückbank ist. Von hier aus darf er alles beobachten, kommentieren, feiern und betrauern.

Ich entschied, meinem Herzen und Tao-Zentrum das Steuer zu übergeben. Nur mein Herz kennt das Potential und …finalement wollte ich mich von nun an meiner krassesten Frage widmen: Weshalb bin ich da?

Diese Entscheidung schmerzte mein Ego. Der Schmerz steht für das Loslassen antrainierter Normen und Erwartungen einer mir überflüssig gewordenen Welt. Ich wollte meine eigenen Ideale aus mir heraus erschaffen. Daher musste ich mein «Dorf» verlassen und mir meiner inneren Stimme, Intuition und Urvertrauen bewusst werden.

RISIKO

Wer willst du gewesen sein?
Überwindung bringt dich weiter.
Da wo es dich braucht, wirkst du.


Was für ein Leben möchtest du gelebt haben? Eindringlicher: Wirst du da, wo du dich täglich aufhältst, wirklich gebraucht? …unersetzlich? Wenn du ansatzweise mit Nein antworten kannst, bist du am falschen Ort?… und gehörst (wahrscheinlich) jener Menschengruppe an, die behauptet, das Leben sei kein Ponyhof und; Wunschträume liessen sich sowieso nicht mit gesellschaftlichen Konventionen vereinbaren. «Spoiler» und Enthüllung: die Gesellschaft existiert nicht! …sie ist ein Gedankenkonstrukt, das du dir selber zusammengezimmert hast.

Es ist nicht lange her, da war ich auf zwei Beerdigungen geliebter Vorbilder und Mentoren aus meiner Jugend. Die eine Abdankung war spärlich besucht, bei der anderen konnte ich mir knapp einen Stehplatz unter der Garderobe ergattern.

Der eine Mentor war mein Grundschullehrer, der sich kaum an Regeln der Gesellschaft hielt. Beispiel: Er befahl uns Mittwoch nachmittags an die Schule, obwohl im Stundenplan kein Unterricht eingetragen war. Wir Jungs wurden zum Holz schnitzen abkommandiert, die Mädchen zu Näharbeiten bei seiner Frau. Ihm ging es nicht ums Schnitzen. Er wollte uns auf den Zahn fühlen, wissen was uns beschäftigte, uns auf dem Herzen lag. Mein zweiter Mentor übertrug mir als Teenager vertrauensvoll Aufgaben in seiner Unternehmung. Er legte grossen Wert auf Etikette, Höflichkeit und Respekt – als Inhaber war er morgens der erste um am Abend der letzte der den Betrieb verliess.

Der eine widersetzte sich den Vorgaben, riskierte, setzte aufs Spiel, der andere passte sich an, integrierte und ordnete sich ein. Wessen Kirche war zum bersten voll? Ist es nicht so, dass uns vor allem diejenigen Menschen inspirieren, anstossen und vorantreiben, die bereit sind, Risiken einzugehen, Courage zeigen, die Dinge anders angehen, weil sie es für richtig halten – mit dem Risiko, dass sie niemand versteht?

Du kannst davon ausgehen, dass alles was deine Risikobereitschaft, deine Courage verlangt, für dich bestimmt ist (nicht zu verwechseln mit Risikofreude – hier geht’s nicht darum, dich mit einem Gummiseil von einer Brücke zu stürzen). Du weisst schon: das was dich jemals innere Überwindung gekostet hat, hat dich weitergebracht. Stimmt’s oder habe ich recht? …würde meine Grossmutter antworten.

Als die australische Autorin Bronnie Ware Sterbende begleitete, gaben ihr diese kurz vor ihrem Ableben preis, was ihre grössten Versäumnisse im Leben waren. Die Befragten gaben an, zu wenig mutig gewesen zu sein und zu viel für andere, statt für sich eingestanden zu sein.

Stell dir vor, du könntest an deiner eigenen Beerdigung teilhaben. Du sitzt auf der Empore und betrachtest das Ganze von oben. Jemand tritt ans Mikrofon und liest aus deinem Leben… was möchtest du über dich hören? Für was möchtest du eingestanden sein? …vereinfacht: was für ein Leben möchtest du gelebt haben?

DUALITÄT


…ich hab’s eilig! Mein Zug fährt in 10 Minuten. Mit gefühlten 150 km/h radle ich Richtung Bahnhof. In meinem Augenwinkel taucht unscharf ein über das Stopp-Signal
rollendes Fahrzeug auf. Ich weiche aus, verfluche deftig; inklusive Handzeichen. Noch Stunden später triggert mich der Vorfall. Wieso denn? Ich wurde nicht gerammt, habe den Zug pünktlich erwischt, bin souverän ausgewichen…

Als Mensch lebe ich in einer Welt, die gegensätzlich auf mich wirkt. Manche nennen dieses Phänomen Dualität, andere Polarität – je nachdem, ob sie die Welt zweigeteilt oder entgegengesetzt betrachten. Fakt ist: alles hat eine Tendenz und diese Tendenz entsteht aus mir heraus. Eine neutrale oder gar objektive Sicht gibt es nicht! Wer das bestreitet, hält sich in einem gründlichen Selbstbetrug auf.

Eine eindrückliche Geschichte, die diesen Umstand beschreibt, stammt aus der Quantenphysik. Der Begründer der Unschärfe-Relation, Werner Heisenberg, erhielt den Auftrag, das Atom «sichtbar» zu machen. Obschon die Messinstrumente die Anwesenheit des Atoms bestätigten, zeigte sich dieses nicht. Erst als Heisenberg fragte: «Wo bist du?», zeigte es sich …tatsächlich! Spätestens jetzt ist für die ganze Welt klar, dass wir als Subjekt bei jeder Beobachtung – wissenschaftlich oder natürlich – Teil des Beobachtbaren, Wahrnehmbaren sind und das Resultat wesentlich beeinflussen.

Diese Erkenntnis Heisenbergs honoriert eine uralte Erkenntnis des Yoga: Die Welt ist nur ein Spiegel. Es existiert das, was ich sehen, fühlen und zu denken vermag – bewusst oder unbewusst. Ich gebe der Welt Form und erkenne sie dadurch. Da ich die Dualität herstelle, kann ich sie als Tool, Werkzeug und Instrument nutzen. Interessiert?

Die Dualität steht für zwei Kräfte. Die weibliche, wissende und die männliche, handelnde Kraft. Prägnanter: Die Potenzialität! – unmanifestiert oder manifestiert. Zu kompliziert? Okhey, ich versuche es praktisch zu machen:

Was mich im Alltag triggert ist mein nicht Handeln. Siehe mein Vorfall: mir wird aufgezeigt, dass ich mir selber nicht den Vortritt im Leben gebe. Sobald ich mir den Vortritt gebe, wird mich kein Automobilist dieser Welt mehr triggern, sehe ich mein Potenzial, entfalte mich und bin im Gleichgewicht. Mein weibliches, unmanifestiertes, noch nicht existierende Potenzial wird möglich…

Die Dualität zeigt mir nebst Trigger das Verdrängen auf. Was genau unterdrücke, verdränge ich? Alle Herzenswünsche! … denn dafür braucht es Courage (aus dem lateinischen «cor» = Herz). Ich muss mich überwinden, immer! – Resultat: ich finde mein männliches, manifestiertes Potenzial, meine Handlungsmacht und finde Zufriedenheit.

Wie Bitteschön soll das in einem Alltag als Mutter, Studi und Buchhalter von statten gehen? Easy! Am morgen an die Bettkante sitzen, tief einatmen und die Frage stellen: «was benötige ich heute?». Das was in den Sinn kommt, mach dir möglich. That’s that.